WordPress Glossar

Technische Begriffe und Fachausdrücke aus der WordPress-Praxis einfach und nachvollziehbar erklärt.
In der Arbeit mit WordPress tauchen viele Fachbegriffe auf – von Technik über Sicherheit bis E-Commerce. In diesem Glossar erklären wir wichtige Begriffe verständlich und praxisnah.

Über die Buchstaben-Navigation gelangst du direkt zu den jeweiligen Begriffen.

Backup

Ein Backup ist eine Sicherung der Website – inklusive Dateien und Datenbank. Es ermöglicht, eine Website nach Fehlern, Updates oder Sicherheitsvorfällen wiederherzustellen. Backups sind damit eine der wichtigsten Grundlagen für einen sicheren Betrieb.

In der Praxis zählt nicht nur, dass Backups existieren, sondern wie: regelmäßig, automatisiert, extern gespeichert und im Ernstfall tatsächlich wiederherstellbar. Test-Restore-Prozesse sind bei wichtigen Projekten sinnvoll.

 

Brute-Force-Angriff

Bei einem Brute-Force-Angriff versuchen automatisierte Bots, sich über den Login einer Website Zugang zu verschaffen – oft durch das systematische Ausprobieren vieler Passwort-Kombinationen. WordPress ist als weit verbreitetes System häufig Ziel solcher Angriffe.

Wirksam sind Maßnahmen wie starke Passwörter, Login-Limits, Zwei-Faktor-Authentifizierung, das Blockieren verdächtiger IPs und eine saubere Absicherung des Admin-Bereichs. Wichtig ist dabei ein ausgewogenes Setup, damit legitime Nutzer nicht ausgesperrt werden.

Caching

Caching sorgt dafür, dass WordPress-Seiten schneller geladen werden. Statt jede Seite bei jedem Aufruf neu zu generieren, werden statische Versionen zwischengespeichert. Das entlastet Server und Datenbank und verbessert die Ladezeit spürbar. Es gibt verschiedene Arten von Cache (Seiten-Cache, Objekt-Cache, Browser-Cache). Entscheidend ist eine sinnvolle Konfiguration – sonst kann es passieren, dass Besucher veraltete Inhalte sehen oder Änderungen nicht sofort sichtbar sind.

CDN (Content Delivery Network)

Ein CDN ist ein Netzwerk aus Servern, das statische Inhalte wie Bilder, CSS und JavaScript über Standorte in der Nähe des Besuchers ausliefert. Dadurch werden Ladezeiten verbessert – besonders bei Websites mit Besuchern aus unterschiedlichen Regionen. In der Praxis ist ein CDN nicht immer zwingend nötig, kann aber in Kombination mit Caching und Bildoptimierung ein spürbarer Performance-Boost sein. Wichtig ist eine saubere Konfiguration, damit keine Cache-Probleme oder doppelte Auslieferungen entstehen.

Child Theme

Ein Child Theme ist ein „Unter-Theme“, das auf einem bestehenden Theme basiert. Es wird genutzt, um Anpassungen (z. B. CSS, Templates oder Funktionen) vorzunehmen, ohne das Haupt-Theme direkt zu verändern. Der Vorteil: Updates des Haupt-Themes können installiert werden, ohne dass individuelle Anpassungen überschrieben werden. Gerade bei individuellen Websites ist ein Child Theme oft die sauberste Lösung, wenn Änderungen über das hinausgehen, was ein Theme-Builder oder die Theme-Optionen abdecken.

Core Web Vitals

Die Core Web Vitals sind Kennzahlen von Google, die die Nutzererfahrung messen – vor allem Ladegeschwindigkeit, Interaktivität und visuelle Stabilität. Typische Werte sind LCP (Largest Contentful Paint), INP (Interaction to Next Paint) und CLS (Cumulative Layout Shift).

Für Websites bedeutet das: nicht nur „schnell sein“, sondern auch stabil laden und schnell bedienbar sein. Optimierungen betreffen oft Bilder, Fonts, Skripte und die technische Struktur der Seite.

Custom Post Type

Ein Custom Post Type ist ein eigener Inhaltstyp in WordPress – zusätzlich zu „Seiten“ und „Beiträgen“. Damit lassen sich Inhalte sauber strukturieren, z. B. Referenzen, Projekte, Teammitglieder, Veranstaltungen oder Produkte (WooCommerce ist im Grunde ebenfalls ein eigener Inhaltstyp).

Der Vorteil: Inhalte werden übersichtlicher gepflegt, können separat dargestellt und besser gefiltert werden. Gerade bei größeren Websites sorgt das für mehr Ordnung und eine bessere Nutzerführung.

Datenbankoptimierung

In der WordPress-Datenbank werden Inhalte, Einstellungen und viele technische Informationen gespeichert. Mit der Zeit sammeln sich dort oft unnötige Daten an – zum Beispiel Revisionen, Transienten, Spam-Kommentare oder alte Log-Einträge. Das kann sich auf Performance und Stabilität auswirken, besonders bei größeren Websites.

Datenbankoptimierung bedeutet, diese Daten gezielt aufzuräumen und Strukturen zu pflegen. Wichtig ist dabei ein vorsichtiges Vorgehen: Vor jeder Bereinigung sollte ein Backup existieren und es sollte klar sein, welche Daten gefahrlos entfernt werden können.

Firewall (Web Application Firewall)

Eine Web Application Firewall (WAF) schützt Websites vor typischen Angriffen, indem sie schädliche Anfragen blockiert, bevor sie WordPress erreichen. Das kann z. B. SQL-Injection, XSS oder automatisierte Bot-Attacken betreffen. WAFs können auf Server-Ebene oder über Dienste wie Cloud-Lösungen eingesetzt werden.

Wichtig ist eine sinnvolle Konfiguration: Zu strenge Regeln können legitime Anfragen blockieren, zu lockere Regeln bringen wenig. In Kombination mit Updates und sicheren Logins ist eine WAF ein starker Baustein.

 

Gutenberg Editor

Der Gutenberg Editor ist der Standard-Editor in WordPress. Inhalte werden in sogenannten Blöcken aufgebaut – z. B. Text, Bilder, Buttons, Spalten oder Tabellen. Das macht Seiten flexibler, ohne dass man zwingend einen Page Builder benötigt.

In der Praxis hängt es vom Projekt ab, ob Gutenberg ausreicht oder ob ein Page Builder sinnvoller ist. Wichtig ist vor allem ein konsistentes System, damit Inhalte später einfach gepflegt werden können.

 

Hosting (WordPress Hosting)

Das Hosting ist die technische Basis jeder WordPress-Website. Serverleistung, Konfiguration, Speicher und Caching-Möglichkeiten beeinflussen Ladezeit und Stabilität deutlich. Viele Performance-Probleme lassen sich nicht durch Plugins lösen, wenn das Hosting zu schwach oder falsch konfiguriert ist.

WordPress Hosting bedeutet meist: optimierte Servereinstellungen, passende PHP-Versionen, sinnvolle Caching-Lösungen und ein Support, der WordPress versteht. Für Shops und größere Websites lohnt sich das besonders.

Ladezeit / Page Speed

Die Ladezeit beschreibt, wie schnell eine Website für Besucher nutzbar ist. Sie beeinflusst Nutzererlebnis, Conversion und indirekt auch SEO. Besonders wichtig sind schnelle erste Inhalte („Above the Fold“) und kurze Wartezeiten beim Interagieren.

Typische Hebel sind optimierte Bilder (WebP), Caching, schlanke Themes/Plugins, saubere Skript-Einbindung und ein gutes Hosting. Oft lohnt sich ein systematischer Check statt einzelner Schnellschüsse.

Lazy Loading

Lazy Loading bedeutet, dass Bilder und andere Medien erst dann geladen werden, wenn sie im sichtbaren Bereich der Seite erscheinen. Dadurch lädt die Seite zu Beginn schneller, besonders bei langen Seiten oder bildlastigen Inhalten.

In WordPress ist Lazy Loading teilweise standardmäßig aktiv. In manchen Fällen lohnt sich eine feinere Steuerung, z. B. wenn ein großes Hero-Bild sofort geladen werden soll, während Inhalte weiter unten verzögert geladen werden.

Malware

Malware ist schädlicher Code, der sich auf einer Website einnisten kann – zum Beispiel um Spam zu versenden, Besucher umzuleiten oder Daten auszulesen. Häufige Ursachen sind veraltete Plugins, schwache Passwörter oder unsichere Serverkonfigurationen.

Wichtig ist nicht nur die Entfernung, sondern auch die Ursache: Nach einer Bereinigung müssen betroffene Zugangsdaten, Sicherheitsmaßnahmen und Updates geprüft werden, damit die Website nicht direkt erneut kompromittiert wird.

Page Builder (z. B. Elementor)

Ein Page Builder ist ein visuelles Werkzeug, mit dem sich Seiten per Drag & Drop gestalten lassen – häufig mit mehr Gestaltungsmöglichkeiten als der Standard-Editor. Elementor ist einer der bekanntesten Builder und wird oft genutzt, um Layouts schnell und flexibel umzusetzen.

Wichtig ist ein sinnvoller Einsatz: Ein sauber aufgebautes Layout-System (Templates, globale Styles, wiederverwendbare Elemente) verhindert, dass Seiten mit der Zeit unübersichtlich werden oder Performance leidet.

PHP-Version

WordPress läuft auf PHP. Welche PHP-Version auf dem Server aktiv ist, hat direkten Einfluss auf Performance, Sicherheit und Kompatibilität. Ältere PHP-Versionen sind oft langsamer und erhalten irgendwann keine Sicherheitsupdates mehr.

In der Praxis sollte die PHP-Version regelmäßig geprüft und aktualisiert werden – allerdings nicht „blind“. Theme und Plugins müssen kompatibel sein, sonst kann es zu Fehlern kommen. Ein sauberer Update-Prozess reduziert das Risiko.

Plugin

Plugins erweitern WordPress um Funktionen – von Kontaktformularen über Mehrsprachigkeit bis hin zu Sicherheits- und Performance-Optimierungen. Das macht WordPress flexibel, kann aber auch zur Stolperfalle werden: Zu viele oder schlecht gewartete Plugins erhöhen die Komplexität und können die Website verlangsamen oder Sicherheitsrisiken verursachen. In der Praxis zählt daher nicht die Anzahl, sondern die Qualität: Plugins sollten gepflegt, kompatibel und für den konkreten Zweck sinnvoll ausgewählt sein.

Sicherheitsupdate

Sicherheitsupdates schließen bekannte Schwachstellen in WordPress, Themes oder Plugins. Sie sind entscheidend, weil viele Angriffe automatisiert ablaufen und gezielt nach veralteten Systemen suchen. Ein nicht installiertes Sicherheitsupdate ist daher eines der größten Risiken im laufenden Betrieb. In der Praxis sollten Sicherheitsupdates zeitnah eingespielt werden – idealerweise mit Backup und kurzer Kontrolle danach. Bei komplexeren Websites lohnt sich ein Update-Fenster, in dem Änderungen geprüft werden, bevor sie live sind.

Shortcode

Ein Shortcode ist eine kurze Text-„Abkürzung“ in WordPress, die beim Anzeigen der Seite durch eine Funktion ersetzt wird – zum Beispiel ein Formular, ein Button oder ein dynamischer Inhalt. Shortcodes werden häufig von Plugins eingesetzt.

Shortcodes sind praktisch, können aber auch unübersichtlich werden, wenn zu viele davon im Inhalt verteilt sind. Langfristig ist es oft besser, wiederverwendbare Blöcke oder Templates zu nutzen.

Theme

Ein Theme bestimmt das Design und grundlegende Layout einer WordPress-Website – also z. B. Farben, Typografie, Seitenaufbau und wiederkehrende Elemente wie Header und Footer. Viele Themes bringen zusätzliche Funktionen mit, etwa Templates oder eigene Optionen für Layouts.

Wichtig: Ein Theme ist nicht nur „Optik“. Ein überladenes oder schlecht gepflegtes Theme kann Performance und Wartbarkeit negativ beeinflussen. Sinnvoll ist ein Theme, das zum Projekt passt, regelmäßig Updates erhält und keine unnötigen Funktionen mitbringt.

WordPress Core

Der WordPress Core ist der „Kern“ von WordPress – also die Grundsoftware, auf der alles aufbaut. Themes und Plugins greifen auf diesen Kern zurück. Core-Updates bringen neue Funktionen, Sicherheitsupdates und technische Verbesserungen.

Damit eine WordPress-Website stabil und sicher bleibt, sollten Core-Updates regelmäßig durchgeführt werden. Wichtig ist dabei ein sauberer Prozess: Updates testen, Backups erstellen und sicherstellen, dass Theme und Plugins kompatibel bleiben.

WordPress CMS

WordPress ist ein Content-Management-System (CMS), mit dem sich Websites ohne Programmierkenntnisse pflegen lassen. Inhalte wie Seiten, Beiträge oder Bilder werden über ein Backend verwaltet und können jederzeit aktualisiert werden. Für Unternehmen ist WordPress vor allem dann spannend, wenn eine Website flexibel wachsen soll – zum Beispiel mit neuen Unterseiten, Funktionen oder Mehrsprachigkeit.

In der Praxis kommt es weniger darauf an, dass WordPress genutzt wird, sondern wie es umgesetzt ist: saubere Struktur, schlanke Technik und ein stabiles Setup sorgen dafür, dass die Website langfristig zuverlässig läuft.

WordPress Update

Updates sind ein zentraler Bestandteil von WordPress: Der Core, Themes und Plugins werden regelmäßig aktualisiert. Updates bringen Sicherheitsfixes, Bugfixes und neue Funktionen – sind also wichtig für Stabilität und Sicherheit.

In der Praxis sollten Updates nicht „blind“ geklickt werden, insbesondere bei Websites mit vielen Plugins oder individuellen Erweiterungen. Ein sauberer Ablauf umfasst Backups, Tests (wenn möglich) und die Kontrolle, ob nach dem Update alles wie gewohnt funktioniert.

 

WooCommerce

WooCommerce ist ein Shop-System für WordPress. Damit lassen sich Produkte verwalten, Bestellungen abwickeln und Zahlungsmethoden integrieren. WooCommerce ist flexibel und kann vom kleinen Shop bis zu komplexen Lösungen erweitert werden – etwa durch Produktkonfiguratoren, Schnittstellen oder individuelle Preislogiken.

In der Praxis ist WooCommerce mehr als ein Plugin: Ein stabiler Shop braucht ein sauberes Setup, passende Erweiterungen, regelmäßige Updates und eine technische Betreuung, damit Checkout, Zahlungen und Versand dauerhaft zuverlässig funktionieren.

WordPress Wartung

WordPress Wartung umfasst die laufende Pflege einer Website: Updates von WordPress, Plugins und Theme, Sicherheitschecks, Backups und technische Kontrolle. Ziel ist ein stabiler und sicherer Betrieb – auch dann, wenn sich Komponenten im Hintergrund weiterentwickeln.

Wartung ist nicht nur „Updates klicken“. Gerade bei Websites mit individuellen Funktionen oder WooCommerce ist ein kontrollierter Ablauf wichtig, damit nach Updates keine Fehler entstehen und die Seite zuverlässig erreichbar bleibt.

Daniel Albaceli von Tradino

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